Von Arno Löb

Info zum Buch:
Das Buch spielt größtenteils in Schloss Neuschwanstein, Füssen und Umgebung. Es gibt aber auch einen Ausflug nach Bayreuth und München/ Deutschland.
Inhalt:
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Auf Schloss Neuschwanstein bricht die Hölle los!
Die zwei Morde, die sich in dem idyllischen Touristenmagneten ereignen, sind nur der Beginn einer Reihe bizarrer Geschehnisse, in deren Mittelpunkt die Fremdenführerin Wally und der ermittelnde Kommissar Dolling stehen.
Denn was sich für die Polizei zunächst als ein normaler Mordfall darstellt, entpuppt sich sehr bald als eine Verschwörung, deren Wurzeln in der Zeit der Nibelungen liegen.
Und so finden sich Wally und Dolling bald gejagt von einer nordischen Killerin und einer ominösen Organisation wieder, die alles daran setzen, das mysteriöse Geheimnis um Schloss Neuschwanstein für ihre dubiosen Interessen zu nutzen.
Das Neuschwanstein-Geheimnis von einem legendären Schatz geht weit über unermesslichen Reichtum hinaus und interessierte bereits König Ludwig II., Friedrich Nietzsche und Richard Wagner. Wer diesen gigantischen Schatz besitzt, der gehört nicht nur zu den Reichsten, sondern auch zu den Mächtigsten.
Gemeinsam mit dem kauzigen Erfinder Bruno und dem Samurai-Nachfahren Taka müssen Wally und Dolling schließlich das mysteriöse Neuschwanstein-Rätsel lösen und sich ihren gefährlichen Feinden stellen.
Doch auch die Nibelungen sind mehr als nur Legende.
Meine Meinung:
Auf Schloss Neuschwanstein werden zwei Tote gefunden, beide ermordert. Die Fremdenführerin Wally Windheim gerät dabei mitten in den Fall hinein, nicht nur, weil sie die Toten fand, sondern auch eine geheimnisvolle Dose, die wichtiger Bestandteil eines mysteriösen Rätsels rund um das Schloss zu sein scheint.
Denn hinter den Morden steckt mehr als zunächst gedacht – ein Schatz, der nicht nur unendlichen Reichtum, sondern auch große Macht verspricht und als nibelungenschatz bekannt ist.
Und auf einer Reise quer durch Bayern, um das Geheimnis des Neuschwanstein Codes zu knacken, geraten Wally und ihr Freund Taka in große Gefahr.
Ich bin ja ein sehr großer Ludwig II. Fan und finde nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Schlösser und die ganzen Theorien über seinen Tod sehr faszinierend und spannend. Ich habe mich deswegen auch schon sehr auf Arno Löbs Buch „Der Neuschwanstein Code“ gefreut, da genau diese Aspekte im Vordergrund standen. Dennoch war die Umsetzung des Themas alles andere als gelungen.
Zunächst aber zum positiven. Arno Löb beschreibt die verschiedenen Schauplätze, Ludwigs Schlösser, Bayreuth, München, etc., sehr ausführlich und gut und wenn man schon besagte Schlösser und Orte besucht hat, kann man sich auch ein sehr gutes Bild machen und versinkt bei diesen Stellen in der Geschichte. Auch die Zitate von diversen historischen Persönlichkeiten wie Ludwig II, Richard und Cosima Wagner und Co. Zu Beginn jedes Kapitels waren nett zu lesen, genau wie die interessanten Informationen und Anekdoten zu Ludwig II., Richard Wagner und dessen Werke, die mit Abstand die spannendsten und lesenswertesten Stellen des ganzen Buches waren. Die Verschwörungstheorien waren auch ganz nett, wobei sie aber manchmal zu abstrus wurden.
Die Idee an sich hat mich auch begeistert, aber die Umsetzung gelang dann leider nicht.
Sprachlich war das buch ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei. Teilweise Wiederholungen von Sätzen nur umgestellt, oder oftmals falsche Wortwahl – ich würde eine Vergewaltigung nicht gerade als „gemein“ bezeichnen, das wirkt eher wie Kindergartenniveau – oder die naiven Dialoge, die teilweise recht dümmlich wirkten machten „Der Neuschwanstein Code“ nicht gerade zu einem Buch mit hohem sprachlichen Niveau. Schwierig waren auch die einzelnen Szenenwechsel in einem Kapitel, da es schlichtweg keine Absätze gibt und die Sprünge so meist recht wirr waren. Die Personen waren auch eher farblos und Wally Windheim, deren Name mich eher an eine Karikatur einer „Hauptprotagonistin“ erinnert, war meines Erachtens auch nicht gerade die hellste, wobei das aber auch an der Assoziation liegen könnte, die ich bei so einer misslungenen Namenswahl zog. Auch ihre Rolle in diesem Fall, die einer Hobby-Miss-Marple, fand ich sehr an den Haaren herbeigezogen, aber vor allem die Tatsache, dass sie als Zeugin sofort per Du mit sämtlichen Ermittlern ist, vom verantwortlichen Kommissar Dolling mit Freuden an den Ermittlungen beteiligt wird und problemlos über polizeiinterne Geschehnisse zum Fall auf dem Laufenden gehalten wird. Sehr realitätsfern.
Ansonsten passiert zwar recht viel ohne dass ich es richtig spannend oder mitreißend fand und auch das Ende konnte mich nicht vollends überzeugen.
Sprachlich und in der Umsetzung gesehen war das Buch ein totaler Reinfall, die interessanten Infos über Ludwig II und Gefolge konnten es dann aber noch so weit retten, dass ich zumindest nicht abgebrochen habe.

Vielen Dank für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars:
& 
hier kann man es direkt beim Verlag bestellen
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