Hasewue's Blog

Meine Bücherwelt….

Monatsarchive: Mai 2012

Neuer Monat, kleine Ziele.

Nachdem ich in letzter Zeit ja nur mäßig in Sache SUB-Abbau vorankam und jetzt auch die Uni endgültig wieder begonnen hat (neben Vorlesungen auch wieder Übungen, Tutorien und Lernerei), habe ich mir für den Mai erst einmal nicht allzu viel vorgenommen.

Sobald ich nun mein aktuelles Buch “Fische füttern” (Fabio Genovesi) beendet habe, beginne ich mit meinen Mai-Mini-SUB. Der besteht wie auf meinem tollen Bild zu erkennen ist (:)) aus “Tiefe Wunden” (Nele Neuhaus), “Die falsche Fährte” (Henning Mankell), “Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord” (Fred Vargas), “Falsche Opfer” (Arne Dahl), “Todesrosen” (Arnaldur Indri∂ason) und “Partitur des Todes” (Jan Seghers).
Ob ich aber das Vargasbuch lese kommt darauf an, wie viel Zeit ich wirklich im Mai habe.
Aber ich bin mal optimistisch. ;) Die anderen 5 haben dann schon etwas Priorität, da sie zu den berühmten Reihenbüchern gehören und deswegen möglichst bald gelesen werden müssen.

Außerdem werde ich noch bei Lies&Lausch in einer Leserunde “Kalte Haut” von Marcel Feige lesen und das ein oder andere englische Buch, wie ich es mir vorgenommen hatte.

Fruchtige Drinks

von Regine Stroner

Info zum Buch:
Ich bin ein großer Cocktailfan und deswegen habe ich mich über dieses Buch von Amazon Vine ganz besonders gefreut! :)

 

Buchbeschreibung buecher.de

Gesunder Genuss liegt im Trend – nicht nur auf dem Teller, sondern auch im Glas. Und ganz besonders gefragt ist dabei Selbstgemachtes aus frischen Zutaten der Saison. Früchte, Gemüse und Kräuter, püriert, passiert, als Saft oder Sirup sind die ideale Basis für köstliche Erfrischungen: cremige Smoothies, leichte Sommerbowlen, würzige Gemüsedrinks, feine Limonaden und Eistees, coole Shakes mit Milch & Joghurt und raffinierte Fruchtcocktails

 

Meine Erfahrung:

Ich bin ein sehr großer Cocktailfan, egal ob mit oder ohne Alkohol, und habe auch schon einige Cocktailbücher durchprobiert.
„Fruchtige Drinks“ von Regine Stroner ist nun mein neuestes.

Zunächst einmal zur Aufmachung des Buches: das hellgestaltete Cover verspricht sommerliche und leichte Drinks für jeden Geschmack und wirkt gleich einmal sehr einladend auf den Leser.
Dann folgt ein kurzes Inhaltsverzeichnis bei dem die verschiedenen Drinksparten deutlich hervorstechen und dem Leser so einen guten und kurzen Überblick liefern und ihm schon einen kurzen Einblick gewähren was dem Leser in diesem Buch erwartet.
Bevor es dann mit dem Getränkemixen richtig beginnt, gibt es erst einmal eine kurze Übersicht über die nötigen Mixgeräte und das dazugehörige Werkzeug um überhaupt gute Cocktails mixen zu können.
Auch gibt es vor jedem Kapitel eine kurze Einführung in die Drinksorte und es gibt eine informative Übersicht über das Getränk an sich und dessen allgemeine Zubereitung.
Dann geht es los mit vielen guten Rezepten bei denen – wie in jedem guten (Koch)Buch – eine genaue Übersicht über die benötigten Zutaten, ihre Zubereitung und den genauen Ablauf über das Herstellen des Drinks. Bei vielen Getränken gibt es dann zusätzlich noch eine andere Variante des Drinks, so dass gezeigt wird wie facettenreich die einzelnen Getränke sind.
Es ist auch für jeden Geschmack etwas dabei, seien es Smoothies, Cocktails, Bowlen, Gemüse-Drinks oder Shakes mit oder ohne Alkohol, sommerlich frisch oder auch mal cremiger, wobei der sommerliche Anteil der Getränke doch deutlich überwiegt.
Für mich ist „Fruchtige Drinks“ ein wirklich gutes Buch, das nicht nur abwechslungsreich ist und mit einer guten Aufmachung und tollen Rezepten überzeugt sondern auch noch Drinks bietet, die wirklich leicht zum Selbermachen sind.
Besonders gern mochte ich die Ananas- und Nektarinen-Smoothies, das Sangriarezept, die Avocado Cream mit Sojamilch, die Ingwer-Limonade, der Hugo (zurzeit ja sehr angesagt ;) ) und das Caipirinha-Rezept.
Wer allerdings ein Cocktailbuch sucht, dass die beliebten Standarddrinks bietet, ist hier falsch, denn „Fruchtige Drinks“ bietet zwar einige der bekannten Cocktails und Drinks, überzeugt mich aber besonders durch die vielen exotischeren Mixturen und die sehr sommer- und erfrischungslastigen Drinks, die ich so noch nicht kannte.
Für mich ist es also ein komplett gelungenes Buch mit tollen Ideen und einer tollen Handhabung!

 

Vielen Dank für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars:
&

Die toten Frauen von Juárez

von Sam Hawken

Info zum Buch:
Der Handlungsort ist Ciudad Juárez/Mexiko. Es ist das Debüt des Autors.

Inhalt:

Buecher.de

Ciudad Juárez, Mexiko, an der Grenze zu Texas. Zahlreiche Frauen verschwinden. Einheimische sagen, es seien mindestens 5000. Nur etwa 400 von ihnen wurden bislang gefunden – vergewaltigt und getötet. Sam Hawken verbindet die wahre Geschichte um die toten Frauen mit der Story von Kelly Courter, einem gescheiterten Boxer, der alles daransetzt, die Wahrheit herauszufinden …
Viele, die etwas auf dem Kerbholz haben, flüchten nach Ciudad Juárez: auch Kelly Courter, Boxer aus den Vereinigten Staaten. Sein Geld verdient er mit fragwürdigen Boxkämpfen oder dem Verkauf von Drogen. Estéban, der Bruder seiner Freundin Paloma, versorgt ihn regelmäßig mit Stoff. Bald greift er selbst zur Nadel, driftet ab in die Welt des Rausches und bemerkt nicht einmal, dass Paloma spurlos verschwindet. Als kurz darauf ihre misshandelte Leiche gefunden wird, trifft ihn die harte Realität wie ein Schlag. Er wird verhaftet, gedemütigt und für ein Geständnis halb totgeprügelt. Erst als Rafael Sevilla, ein befreundeter mexikanischer Polizist, sich des Falls annimmt, kommt Licht in das dunkle Geheimnis der Frauenmorde von Ciudad Juárez.

Meine Meinung:

Die mexikanische Stadt Ciudad Juárez befindet sich direkt an der Grenze zu Texas. Über die Jahre hinweg verschwinden zahlreiche Frauen, 400 davon wurden bislang gefunden. Alle vergewaltigt und getötet.
Kelly Courter, Boxer aus den Vereinigten Staaten und einziger Weißer in Juárez, verdient sein Geld mit fragwürdigen Boxkämpfen und verkauft für seinen Freund und dem Bruder von Kellys Geliebter Paloma, Drogen und greift dabei wieder selber zur Nadel.
Dann verschwindet Paloma spurlos und Kelly wird dafür verantwortlich gemacht.
Von nun an beginnt eine nervenaufreibende Zeit im mexikanischen Knast, wobei mit allen Mitteln versucht wird ein Geständnis aus Kelly herauszupressen. Es scheint so, als ob ihm nicht einmal der ihm wohlgesinnte Polizist Rafael Sevilla helfen kann.
Ich hatte etwas Probleme mich in die Handlung von Sam Hawkens Debüt „Die toten Frauen von Juárez“ hineinzufinden und das erste Drittel des Buches war auch nicht sonderlich berauschend. Eher zäh kommt die Geschichte ins Rollen. Dann aber war ich richtig gefangen in der Handlung, wenn auch das Buch nicht zu richtig packenden Büchern gehörte. Dennoch war ich fasziniert von den Geschehnissen, die überraschend, facettenreich und abwechslungsreich waren.
Schonungslos und realistisch schildert Hawken eine Geschichte zwischen Gewalt, Armut und Drogen und schuf damit ein Bild, das erschreckend und beklemmend ist, aber auch nachdenklich machend und auf eine Weise sehr interessant.
Kelly, eine eher tragische Figur, konnte mich nicht wirklich von sich überzeugen, aber Sympathie ist in dieser Geschichte auch eher zweitrangig. Dennoch konnte ich kein wirkliches Interesse für seine Person oder Vergangenheit entwickeln. Dennoch empfand ich Mitgefühl für ihn und die Ungerechtigkeit die ihm hier widerfuhr.
Ab der Hälfte des Buches findet dann ein Perspektivwechsel statt und man lernt den Polizisten Raffael Sevilla kennen, der Kelly aus ihm unerklärlichen Gründen helfen will. Sevilla war für mich hier die interessanteste Persönlichkeit, seine Geschichte macht betroffen und sein Wesen, das nicht wirklich einfach ist, wird dadurch auch nachvollziehbar.
Durch Sevillas Ermittlungen wird dem Leser ein weiterer schonungsloser und erschütternder Einblick in eine Welt voll von Korruption, Macht und Ungerechtigkeit gewährt.
Besonders diese Geschichte von Kelly und Sevilla eingebettet in den realen Hintergrund der Geschichte gefiel mir sehr gut.
Zum Ende hin wurde es dann richtig spannend und das Ende stimmte mich versöhnlich. Einzig störend über das ganze Buch hinweg waren die diversen spanischen Einschübe. Zur Authentizität und zur Atmosphäre waren sie sehr passend, dennoch hätte ich mir als nichtspanischsprechender Mensch eine Übersetzung gewünscht, da manche Bedeutung nicht klar erkennbar war.
Obwohl mir der Einstieg in Hawkens Debüt etwas schwer viel, hat mich sein detaillierter, nüchterner Schreibstil, die beklemmende und düstere Atmosphäre und die Thematik überzeugt, sodass ich das Buch mit großem Interesse gelesen habe und von Hawkens Schreibtalent überzeugt bin. Gerne lese ich noch weitere Bücher des Autors.

Vielen Dank für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars:
&

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