Hasewue's Blog

Meine Bücherwelt….

Monatsarchive: April 2011

Das letzte Ritual


von Yrsa Sigurdardóttir

Info zum Buch:
Das Buch ist das erste Buch in der Krimireihe um die isländische Rechtsanwältin Dóra Guðmundsdóttir. Es spielt in Reykjavík/Island.

Inhalt:

Buecher.de

In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Guðmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra über dunkle Rituale mehr heraus, als ihr lieb ist …


Meine Meinung:

In der Universität von Reykjavik wird die Leiche von Harald Guntlieb, einem deutschen Geschichtsstudenten mit der großen Faszination an mittelalterlichen Hexenkulten, gefunden.
Schnell ermittelt die Polizei in Haralds Freundeskreis einen Verdächtigen und nimmt diesen fest. Weil Haralds Familie aber nicht mit den polizeilichen Ermittlungen zufrieden ist und nicht an die Schuld von Haralds Freund Hugi glauben. Engagieren sie die isländische Rechtsanwältin und alleinerziehende Mutter Dóra Guðmundsdóttir. Diese soll mit Hilfe des ehemaligen Polizisten und Freund der Familie Guntlieb Matthias Reich den Fall aufklären und die Hintergründe zu der Tat aufdecken, da Haralds Leiche verstümmelt wurde und deswegen alles auf einen Ritualmord hindeutet.
Yrsa Sigurdardóttir schafft mit „Das letzte Ritual“ den Leser von Beginn an zu fesseln. Man erfährt sehr viel über geschichtliche Hintergründe und „Maleus Maleficarum“ – besser bekannt als „Hexenhammer“.
Das Thema an sich ist sehr interessant und man gewinnt einige Erkenntnisse, die für mich vorher nicht klar waren, vor allem die brutale Hexenverfolgung im Mittelalter betreffend.
Auch kommt Dóras Privatleben nicht zu kurz und Sigurdardóttir schafft es trotz des ernsten Themas und der detaillierten Grausamkeiten Witz und Unterhaltung zu bringen. Vor allem die Neckereien zwischen Dóra und Matthias sind ein Traum!
Am Anfang ist man vor allem durch die seltsam klingenden Namen irritiert, was sich aber im Verlauf des Buches etwas ändert. Dennoch hatte ich doch meine Schwierigkeiten mit der Aussprache.
Mit Dóra hat die Autorin eine sympathische und selbstbewusste Protagonistin geschaffen, deren Werdegang man als Leser gerne verfolgt und bei der man als Leser ein Gefühl des Wohlfühlens bekommt.
Ich freue mich schon sehr auf weitere Fälle mit Dóra Guðmundsdóttir!

Der Erlöser

von Jo Nesbø

Info zum Buch:
Das Buch ist der sechste Teil der Reihe. Es spielt ebenfalls in Oslo/Norwegen.

Inhalt:

Buecher.de

Oslo im Weihnachtslichterglanz, ein kaltblütiger Mörder und ein Kommissar, dessen Leben aus den Fugen zu geraten droht. Harry Hole liefert sich ein atemloses Duell mit einem kroatischen Auftragskiller, in dem er einen ebenbürtigen Gegner findet.

Meine Meining:

„Der Erlöser“ von Jo Nesbø ist der 6. Fall von Harry Hole.
Ich fand das Buch grandios.
Zunächst dachte ich nicht, dass dieses Buch mich so begeistern würde, aber es überzeugte mich auf ganzer Linie!
Ein sehr spannender und atemberaubender Thriller, der mich jetzt völlig von Nesbøs Kunst zu schreiben überzeugt hat und mich zu einem richtigen Harry Hole Fan machte, so dass ich jetzt am liebsten alle restlichen Krimis der Reihe lesen will.
Der Krimi ist sehr fesselnd geschrieben. Man merkt kaum wie die Zeit vergeht. Auch das Ende war für mich sehr überraschend.
Auch lernt man Interessantes über die Heilsarmee in Norwegen und stellt sich auch manchmal die Frage, ob diese Geschichte auch so zu treffen könnte.
Die Atmosphäre im Buch gefiel mir auch sehr gut. Ein entscheidender Aspekt für mich der ausschlaggebend für mich war, das ich diesem wunderbaren Buch 5 von 5 Sternen geben.
Gut gemacht Herr Nesbø!

Belladonna

von Karin Slaughter

Info zum Buch:
Das Buch spielt in Grant County/USA und ist der erste Fall von Sara Linton und Jeffrey Tolliver.

Inhalt:

Buecher.de

Sara Linton, Kinderärztin im Krankenhaus des verschlafenen Heartsdale und bei Bedarf auch die Gerichtspathologin, findet Sybil Adams verblutend auf der Toilette eines Restaurants. Zwei tiefe Schnitte in ihrem Bauch bilden ein tödliches Kreuz. Alle Versuche, die beliebte College- Professorin zu retten, bleiben vergeblich.
Bei der Autopsie muß Sara feststellen, daß Sybil auf grauenhafte Weise vergewaltigt wurde. Daß Sybil blind und damit so gut wie wehrlos war, macht den brutalen Mord noch entsetzlicher. Sara ist fassungslos.

Meine Meinung:

In ihrem ersten Fall muss die Kinderärztin und Gerichtspathologin von Grant County Sara Linton zusammen mit ihrem Exmann Polizeichef Jeffrey Tolliver in einer Mordserie ermitteln, bei der junge Frauen auf sadistische und brutale Weise gefoltert werden anschließend sterben.
Während den Ermittlungen erfährt der Leser mehr über Saras Vergangenheit und ihren Bezug zur Gegenwart.
Karin Slaughter schreibt teilweise sehr realistisch und brutal und verleiht dieser Brutalität durch detaillierte Beschreibungen eine zusätzliche Note.
Dennoch schildert sie nicht wirklich Neues und man hat als geschulter Krimi- und Thrillerleser des Öfteren das Gefühl, dass man doch alles in ähnlicher oder etwas anderer Form schon gelesen hat. Deswegen war ich nach der Aufklärung auch nicht weiter überrascht, dass ich von Anfang an den richtigen Täter in Verdacht hatte, was durch etwas logisches Denken auch schnell herauszufinden war.
Auch hat mir etwas die Spannung und der Nervenkitzel gefehlt, die erst im letzten Drittel des Buches aufkamen.
Karin Slaughter schafft es aber trotzdem glaubwürdige und sympathische Protagonisten zu schaffen, deren Handlungsweisen größtenteils nachvollziehbar sind.
Aufgrund dieser Sympathie und der einnehmenden Atmosphäre, die Karin Slaughter mit ihrem Debüt „Belladonna“ schafft werde ich die Reihe um die Pathologin Sara Linton weiterverfolgen und freue mich, trotz einiger Störfaktoren in diesem Buch – die katastrophale Übersetzung ins deutsche will ich gar nicht erst erwähnen – auf weitere Bücher von Karin Slaughter!

Eine unbeliebte Frau

von Nele Neuhaus

Info zum Buch:
Das Buch spielt im Taunus/Deutschland und ist der Auftakt zur Krimireihe rund um die Kommissare Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein.


Inhalt:

Buecher.de

Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen. Doch was hat den Staatsanwalt in den Tod getrieben?

Meine Meinung:

Zu Beginn des ersten gemeinsamen Falles von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein begeht der Frankfurter Oberstaatsanwalt Hardenbach Selbstmord. Dann wird zur gleichen Zeit die Leiche einer jungen Frau am Fuße eines Aussichtsturms im Taunus gefunden.
Hier stellt sich bald heraus, dass es sich um Mord handelt. Die Kommissare tauchen ein in eine Welt aus Sein und Schein.
Mir hat „Eine unbeliebte Frau“ von Nele Neuhaus sehr gut gefallen, wenn auch der Plot nicht besonders spannend war.
Die Geschichte an sich dümpelt eher dahin und für mich gab es keine wirklichen Spannungsmomente.
Dennoch war die Handlung keinesfalls langweilig – im Gegenteil! Es machte wirklich Spaß diese Geschichte zu lesen. Vor allem die einzelnen Personen waren gut und detailliert charakterisiert. Dadurch bekam man eine wirklich gute Vorstellung der einzelnen Protagonisten. Alles wird greifbarer. Bodenstein und Kirchhoff waren mir auf Anhieb sympathisch, weswegen ich gerne ihre Ermittlungen verfolgt habe.
Auch war die herrschende Atmosphäre gut beschrieben und der Lokalkolorit erschuf bei mir ein zufriedenes Gefühl, was mir beim Lesen Freude bereitete und mein Interesse an der Geschichte aufrecht erhielt.
Mit einem anderen Thema hätte das Buch mich komplett umgehauen, hier wurde mit der Zeit alles vorhersehbar.
Dennoch gefielen mir die Protagonisten, der schön und fließend zu lesende Schreibstil und der unverwechselbare Lokalkolorit.
Weitere Bücher von Nele Neuhaus werde ich auf alle Fälle lesen!

Mord im Zeichen des Zen

von Oliver Bottini

Info zum Buch:
Das Buch ist der erste Fall von der Frankfurter Kommissarin Louise Bonì.


Inhalt:

Buecher.de

In einem kleinen Ort östlich von Freiburg taucht im dichten Schneetreiben ein asiatischer Mönch auf, der nur Sandalen und Robe trägt. Niemand kennt ihn, niemand hat ihn je gesehen. Woher kommt er? Was hat er vor? Klar scheint nur: Er ist verwundet und auf der Flucht. Hauptkommissarin Louise Bonì von der Freiburger Kripo soll herausfin, was geschehen ist und kommt einem furchtbaren Verbrechen auf die Spur.
Louise Bonì, Hauptkommissarin bei der Freiburger Kripo aus dem Dezernat Kapitalverbrechen, 42 Jahre alt, geschieden, steht wieder einmal vor einem tristen Wochenende mit den Schatten der Vergangenheit. Doch dann stört ein Anruf des Dezernatsleiters ihre Erinnerungen, und Louise bekommt den merkwürdigsten Auftrag ihrer Karriere als Polizistin: Sie soll einen japanischen Mönch suchen, der östlich von Freiburg in Sandalen und Kutte durch das verschneite Land streift, und herausfinden, was er vorhat. Als sie den Mönch eingeholt hat, wird ihr rasch zweierlei klar: Er ist verletzt, und er ist auf der Flucht. Als Louise die Hintergründe eines schrecklichen Verbrechens aufklärt, verändert sich auch ihr Leben drastisch.

Meine Meinung:

Als ein verwundeter japanischer Mönch im verschneiten Liebau, einem kleinen Ort östlich von Freiburg auftaucht, wird die Hauptkommissarin der Freiburger Kripo Louise Bonì mit der Lösung des Falls beauftragt.
Zunächst kann sich niemand erklären woher der Mönch stammt und warum er verwundet ist bis die Ermittlungen Louise nach Frankreich in ein buddhistisches Zen – Kloster führen.
Dort kommt sie einem furchtbaren Verbrechen auf die Spur.
Oliver Bottini erzählt „Mord im Zeichen des Zen“ aus der Sicht einer alkoholkranken, geschiedenen Hauptkommissarin, die neben ihrem Kampf mit dem Vorgesetzten auch ihre Vergangenheit bewältigen muss. Dabei kommt es immer wieder zu Rückblenden bei denen Geschehnisse erläutet werden, die zu ihrer Alkoholabhängigkeit führten.
In einer passend düsteren Atmosphäre skizziert Bottini Louises Kampf mit dem Alkohol, ihr Versagen und ihre Ängste in ihrem Beruf und ihre Bemühungen und den Willen diesen Fall aufzuklären.
Die düstere Atmosphäre fand ich sehr stimmig und eben diese schaffte es auch Spannung aufzubauen und die Neugier am Verlauf der Handlung aufrecht zu erhalten.
Dadurch, dass Louise Bonìs Privatleben eine große Rolle spielt und auch Auswirkungen auf den aktuellen Fall hat wirken sowohl Handlung als auch Charaktere sehr authentisch.
Dennoch fand ich das Ende etwas enttäuschend, da trotz einiger unerwarteter Wendungen viele Fragen offen blieben und ich mir deswegen mehr Aufklärung gewünscht hätte.
Alles in allem ist „Mord im Zeichen des Zen“ ein guter und stimmiger Krimi mit einer authentischen Hauptfigur von der ich gerne noch weitere Fälle lesen werde!

Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag.

Von Patrick Rothfuss

Inhalt:

Buecher.de

In “Der Name des Windes”erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit. Damit ist ihm ein Roman von so viel Einfallsreichtum und solch sprachlicher Kraft und Authentizität gelungen, dass er die gesamte Fantasyszene aufhorchen lässt.”Vielleicht habt ihr von mir gehört”… von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot -”sie haben einfach die falschen Lieder gesungen”. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.
Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen … und ein schüchterner Liebhaber.

Meine Meinung:

In dem Buch „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss erzählt der Magier Kvothe seine Geschichte.
Das Buch ist der sehr gelungene Auftakt zur „Königsmörder – Trilogie“.

Zuerst hatte ich Probleme mich in die Handlung hineinzuversetzen. Dies änderte sich aber dank Patrick Rothfuss’ lebendigem und fesselndem Schreibstil schnell.
Die packende Geschichte um Kvothe nahm mich gefangen und ließ mich bis zum Ende nicht mehr los. Der Leser begleitet den Hauptprotagonisten in einem ersten Teil seiner Geschichte über die ersten Erfahrungen in der Magie und bei einigen sehr spannenden Abenteuern. Wie Kvothe aber letztendlich diesen Mythos und Erfolg erhält, wird jeweils nur angedeutet. So kann der Leser darauf schließen, dass in den nächsten beiden Bänden dies geklärt wird.
Kvothe berichtet von seinen Erlebnissen sehr interessant und humorvoll. Dies führt dazu, dass die gesamte Handlung wie ein guter Film vor dem innerem Auge abläuft. Einfach gelungen!
Obwohl das Buch auch etwas klischeelastig ist, z.B. muss der Held Kvothe sich zunächst alleine beweisen und macht sich mit seiner oft überheblichen Art sofort Feinde.

Ich kann dieses Buch nur jedem sehr empfehlen – auch Lesern außerhalb des Genres Fantasy.

Das Buch besticht mit einer wunderbaren authentischen Sprache und einer sympathischen Erzählweise des Autors, so dass ich mich umso mehr auf die Fortsetzung von Kvothes Geschichte freue und sehr gespannt bin, wie sein Abenteuer weitergeht.

Kolyma

von Tom Rob Smith

Inhalt:

Buecher.de

Moskau 1956. Leo Demidow ist nicht zu beneiden. Die Existenz seines Morddezernats wird von offizieller Stelle geleugnet; er darf bestenfalls verdeckt ermitteln. Für seine alten Kollegen vom KGB ist er ein Verräter. Und seine Adoptivtochter Soja hasst ihn so sehr, dass sie ihn am liebsten töten würde. Vergeblich kämpft Leo um ihre Zuneigung. Für sie bleibt er der Mann, der ihre Eltern auf dem Gewissen hat… Doch es kommt noch schlimmer: Soja wird gekidnappt. Wieder ist es Leos Vergangenheit, die sich bitter rächt. Will er das Mädchen wiedersehen, muss er einen Gefangenen aus Kolyma befreien, dem berüchtigtsten aller sibirischen Lager. Leben gegen Leben – das ist die simple Logik der Entführer. Leo hat den Mann vor sieben Jahren dorthin gebracht, Leo soll ihn auch wieder herausholen. In seiner Verzweiflung lässt er sich als Gefangener nach Kolyma einschleusen. Doch schon am ersten Abend wird er erkannt, und die Häftlinge beschließen, sich grausam zu rächen…

Meine Meinung:

Nachdem es aufgrund von einer eigentlich geheimen Rede des aktuellen Staatsoberhaupts der Sowjetunion Chruschtschow zu Unruhen und Racheakten kommt, wird der ehemalige KGB – Agent Leo Stepanowitsch Demidow damit beauftragt den Tod von zwei Geheimdienstlern aufzuklären.
Scheint dies schon ein schwieriges Unterfangen zu sein, kommt es für Leo noch härter als seine kleine Familie in Gefahr gerät und er daraufhin merkt, dass ein Zusammenhang zu seiner Vergangenheit besteht, als er selbst noch treuer Anhänger des kommunistischen Systems war.
Leos zweites Abenteuer „Kolyma“ beginnt zunächst sehr schleppend und unspektakulär. Im Gegensatz zu Tom Rob Smiths Vorgänger „Kind44“ wurde ich überhaupt nicht von der Geschichte gefangen genommen. Es fehlt hier sowohl Nervenkitzel als auch Tiefgang.
Das Einzige, das einem beim Lesen an den Nerven zerrte war die Ungeduld über den zähen Plot und das Unverständnis über so viel Naivität der Figuren.
„Kind44“ war vom Thema her viel besser gewählt und dadurch auch viel interessanter. Die Handlung war viel realer und schockierender, um einiges intensiver und glaubwürdiger als die von „Kolyma“.
Hier sind sowohl Handlung als auch Protagonisten sehr oberflächlich gehalten. Man findet keinen richtigen Zugang zur Geschichte und das bisschen Spannung, das kurz aufflackerte und auf besseres hoffen ließ, ging auch wieder schnell verloren.
Einzig der Schluss und eben diese Hoffnung auf Besserung konnten etwas retten.
Dennoch war „Kolyma“ nach dem wirklich phänomenalen Debüt „Kind44“ die reinste Enttäuschung.
Ich hoffe, dass die weiteren Fälle von Leo Demidow wieder besser werden, wenn es denn noch welche gibt. Dass Smith es besser kann, hat er mit „Kind44“ bewiesen. Deswegen wohlwollende !

Weiße Nacht

von Asa Larsson

Info zum Buch:
Das Buch spielt wieder in Kiruna/Schweden. Es ist das zweite Buch in der Krimireihe um die Anwältin Rebecka Martinsson und die Kommissarin Anna-Maria Mella.

Inhalt:

Buecher.de

Mord in der Mittsommernacht: Eine Pastorin wird tot in der Kirche nahe Kiruna aufgefunden. Sie wurde erschlagen und dann unter der Kirchenorgel aufgehängt. Verdächtige gibt es viele – denn ihr radikales Engagement für Frauen in Not war vielen Männern ein Dorn im Auge. Ein ausreichendes Motiv für ein grausames Verbrechen? Die Anwältin Rebecka Martinsson reist aus beruflichen Gründen in ihre Heimatstadt und wird schneller in den Fall hineingezogen, als ihr lieb ist …

Meine Meinung:

Die Pastorin Mildred Nilsson wird tot in einer Kirche in Kiruna aufgefunden. Während die Kommissarin Anna-Maria Mella zusammen mit ihrem Kollegen Polizeiinspektor Sven-Erick Stålnacke sämtlichen Spuren dieses rätselhaften Falles nachgehen, versucht die psychisch angeschlagene Rechtsanwältin Rebecka Martinsson in Kiruna ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Seit ihrem ersten Fall „Sonnensturm“ hat sich Rebeckas Leben auf dramatische Weise verändert. Da sie deswegen krankgeschrieben ist, versucht sie sich in Kiruna von ihren Schatten der Vergangenheit zu lösen. Dort angekommen gerät sie aber immer tiefer in Anna-Maria Mellas undurchsichtigen Fall.
Mit ihrem ersten Buch „Sonnensturm“ konnte Asa Larsson mich mehr als überzeugen. Bei Rebecka Martinssons zweitem Fall „Weiße Nacht“ blieb die stürmische Begeisterung allerdings leider aus. Nichtsdestotrotz war „Weiße Nacht“ ein spannender und bewegender Krimi. Besonders die Protagonisten glänzten wieder. So werden Rebeckas Probleme glaubhaft thematisiert und dem Leser gut vermittelt. Man spürt einen deutlichen charakterlichen Unterschied zu Band eins.
Allerdings ist in „Weiße Nacht“ eher wenig Rebecka vorhanden, wenn man den Vorgänger „Sonnensturm“ kennt. Die dominierende Handlung spielt eher in der Vergangenheit und besteht aus den Gedanken und Erfahrungen der Protagonisten, die sie mit dem Opfer Mildred verbinden.
Auch das Ende war vorhersehbar und zu unbefriedigend, da es für mich zu offen war.
Ich hoffe nur, dass die Nachfolger wieder besser sind, obwohl „Weisse Nacht“ keinesfalls schlecht war, mir „Sonnensturm“ aber eindeutig besser gefallen hat.
Rebecka ist mir auch sehr ans Herz gewachsen, deswegen freue ich mich umso mehr auf die folgenden Fälle!

Leseliste März 2011

Gelesen

 

Bücherzugang

Im März kamen ganze 25 Bücher zum SUB hinzu ().

Monatsanfangs-SUB-Stand: 961

Monatsende-SUB-Stand: 971

 

Rezensionsexemplare

  • Oliver Pötzsch – Die Ludwig-Verschwörung
  • Derek Meister – Ghostmaster
  • Roger Rosenblatt – An jedem neuen Morgen

 

Fazit

Im März kamen 25 Bücher zum SUB hinzu, 3 davon waren wieder Leseexemplare und 2 waren Bildbände. Ich konnte 7 Bücher lesen, eines davon bereits zum zweiten Mal. Mein SUB hat sich um ganze 10 Bücher insgesamt erhöht. Jetzt, da ich das Abi geschafft habe, komme ich hoffentlich mehr zum Lesen und auch weniger zum Kaufen. ;)

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