Normalerweise bin ich eher der Krimi-und-Thriller-Leser. So liebe ich die Bücher von Håkan Nesser, Henning Mankell, Andreas Franz, Sebastian Fitzek und Co.
Ich konnte mir eigentlich nie so wirklich vorstellen “richtige” Fantasybücher zu lesen und in übernatürliche Welten einzutauchen – “Harry Potter” und “Der Herr der Ringe” jetzt mal nicht mitgezählt.
Deswegen habe ich mich immer gesträubt derartige Bücher mit phantastischen Wesen wie Werwölfen, Dämonen, Engeln oder eben Vampiren zu lesen.
Bis ich dann einen Vorstoß wagte und die “Twilight“-Reihe von Stephenie Meyer in Angriff genommen habe. Wohlgemerkt vor diesem großen Hype mit kreischenden und wütenden Teenies, die schon beim Klang des Namens “Edward” in Ohnmacht fielen.
Diese Anfangs sehr gute Reihe brachte mir zum ersten Mal solche außergwöhnliche Wesen wie eben Vampire nahe und es war sozusagen mein Einstieg in eine Welt voll von Fantasy und Romantik.
Dennoch, alles komplett harmlos gegen meine aktuelle Vorliebe: Fantasy Romantic Suspense. Oder kurz gesagt Vampirerotikromane.
Als dieser ganze “Twilight“-Hype begann wurde ich zum ersten Mal bewusst auf diese Bücher aufmerksam (sie wurden einem in sämtlichen Buchhandlungen ja richtig nachgeworfen). Zu dieser Zeit war ich nur davon genervt und dachte, dass ich diese Bücher nie benutzen würde – außer um vielleicht den Ein oder Anderen damit zu foltern 
Aber Spaß beiseite. Ich war fest entschlossen, dass mir solche “vulgäre” Vampirerotik nie ins Haus käme. Tja, ich konnte mich auch einige Zeit gut dagegen währen, doch durch mein ganz persönliches Lieblingsbuchforum wurde ich dennoch immer wieder mit diesem Genre konfrontiert und auch auf das ein oder andere Buch aufmerksam.
Doch meine Abneigung war noch zu groß – bis, ja bis ich durch Vorablesen auf Karen Chance’s Buch “Untot mit Biss” aufmerksam wurde. Zunächst wollte ich damit weiterhin nichts zu tun haben, sah das Buch aber durch diese erfolgreiche Werbung (Vorablesen) in jeder Buchhandlung. Und dann musste es ja so kommen. Ich wurde schwach. Und kaufte es. Und die bis zum Jahr 2010 erschienenen drei anderen Teile gleich mit dazu (oder besser gesagt nach und nach).
Im Endeffekt hatte ich das gleiche Resultat: vier Bücher eines Genres, das ich eigentlich meiden wollte. Und da das noch nicht genug war, habe ich mir auch gleich die ersten beiden Bände der “Black Dagger“-Reihe von J.R. Ward gekauft. Ebenfalls Vampirerotik. Ebenfalls nicht mein Genre. Nun gut. Sechs Vampirbücher, die ich eigentlich nie lesen geschweige denn besitzen wollte.
Da dann die Meinungen über die “Black Dagger“-Reihe doch durchwegs positiv waren, begann ich als “Nachtjagd” den ersten Teil einer mir endlos zu scheinenden Reihe. Und was soll ich sagen? Ich fand das Buch ziemlich gut. Es war nicht herausragend, aber auch auf keinem Fall zum “in die Tonne kloppen”. J.R. Ward konnte mich also überzeugen, so dass jetzt die komplette Reihe bei mir (noch ungelesen) im Regal steht.
Damit wäre ein Problem erledigt. Vier hatte ich noch. Und das waren die vier Bücher von Karen Chance. Ich begann also Anfang Oktober diesen Jahres mit “Untot mit Biss“, da Band 5 schon in den Startlöchern stand und ich Angst davor hatte, dann fünf ungelesene Vampirpornobücher zu Hause stehen zu haben. Ich begann also das Buch und war erstmal etwas skeptisch (Meine Meinung im Einzelnen könnt Ihr in der dazugehörigen Rezension nachlesen).
Das Buch war dann doch besser als erwartet und ich muss keine Angst haben, dass diese Reihe ein Fehlkauf war, weswegen bald Band 5 sich dazu gesellen wird.
Nun gut, damit hätten einige meiner Probleme gelöst sein können, wenn ja wenn da nicht das erste Buch von Lara Adrians “Midnight Breed“-Reihe (Geliebte der Nacht) seinen Weg in mein Regal gefunden hätte. Da ich also gerade beim Thema “ausgehungerter Vampir” war, begann ich mit dem ersten Teil von Lara Adrians Reihe.
Ich war am Anfang wirklich etwas genervt, weil ich diese “Hauptprotagonistin” am liebsten an die Wand geklatscht hätte. Aber das Buch wurde besser. Defintiv! Und jetzt stehen alle restlichen Bücher dieser Reihe auf meiner Wunschliste und mein Vampirfieber war endlich entfacht.
So stehen auch die ersten Teile von Colleen Gleasons Reihe “Das Buch der Vampire” und von Nalini Singhs “Gestaltwandler“-Reihe in meinem Regal.
Deswegen ging es dann gleich weiter mit Alyson Noëls “Evermore“-Reihe, von der auch bereits drei Bücher ihren Platz in meinem viel zu vollen Regal eingenommen haben.
Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass mir dieses Genre gefallen könnte. Vielleicht ist Stephenie Meyer mit ihrer Teenievampirschnulze schuld, vielleicht auch mein nicht zu verstehender Buchkaufzwang, oder etwas vollkommen Übernatürliches. Wer weiß das schon genau 
Ich weiß jedenfalls, dass dieses Genre mir gefällt, da es viele amüsante Seiten hat und manchmal so wahnsinnig kitschig, wahnsinnig schaurig und wahnsinnig erotisch ist.
Und das ist nun einmal der Sinn an diesem Genre. Deswegen, lasst Euch beissen

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