Hasewue's Blog

Meine Bücherwelt….

Celeste bedeutet Himmelblau

Von Brigitte Pons

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Info zum Buch:
“Celeste bedeutet Himmelblau” ist der 1. Fall für Kommissar Frank Liebknecht. Der Schauplatz ist Vielbrunn im Odenwald/ Deutschland.

 

Inhalt:

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Als im kleinen Örtchen Vielbrunn im Odenwald ein Bauer tot auf einem Feld gefunden wird, geht die Polizei zunächst von einem Unfall aus. Doch der junge Polizist Frank Liebknecht entdeckt sehr schnell Ungereimtheiten. Weil ihm niemand glauben will, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln – und gerät schon bald in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung …

 

Meine Meinung:

Vielbrunn im Odenwald. Als auf einem Feld eine Leiche gefunden wird, geht die Polizei von einem Unfall aus. Nur der junge Polizist Frank Liebknecht glaubt nicht daran. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und stößt auf mehrere Ungereimtheiten. Besonders die Vergangenheit des Toten beschäftigt Frank.
Mit „Celeste bedeutet Himmelblau“ startet Brigitte Pons die Krimireihe um den Kommissar Frank Liebknecht.
Ich fand den Schreibstil gut und flüssig und war auch schnell im Buch drin. Die Atmosphäre, die Landschaftsbeschreibungen und der Lokalkolorit haben mir auch sehr gut gefallen und auch das Thema fand ich interessant und ansprechend.
Allerdings konnte ich mit den Charakteren überhaupt nichts anfangen. Sie waren mir weder sympathisch noch konnten sie Interesse bei mir wecken. Besonders der „Hauptermittler“ Frank Liebknecht war für mich ein Reinfall. Ich konnte ihn nicht ernst nehmen.
Was die Spannung betrifft, konnte „Celeste bedeutet Himmelblau“ auch nicht allzu viel bieten. Ich fand das Buch größtenteils langatmig und zäh und nur der flüssige Schreibstil haben mich am abbrechen gehindert.
Ich bin deswegen sehr unentschlossen, was weitere Fälle betrifft. Atmosphärisch würde ich ja sagen, aber in Hinblick auf Liebknecht und Co. werde ich hier wohl Abstand davon nehmen.

sterne30S

 

Vielen Dank für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars:
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Krähenmädchen

Von Erik Axl Sund

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Info zum Buch:
Der Schauplatz ist Stockholm/ Schweden. Es ist der 1. Teil der “Victoria Bergman Trilogie”.

 

Inhalt:

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Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche … Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, ehe er selbst zum Monster wird?

 

Meine Meinung:

Ein Junge wird tot in einem Park in Stockholm gefunden. Sein Körper weist Spuren von schwersten Misshandlungen auf. Kommissarin Jeanette Kihlberg bittet auf der Suche nach dem Täter die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war.
Eine andere Patientin von Sofia ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet.
Als weitere Opfer auftauchen, beginnt für Jeanette ein Wettlauf mit der Zeit.
Das Autorenduo Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist schreiben unter dem Synonym „Erik Axl Sund“ die „Victoria-Bergman-Trilogie“. „Krähenmädchen“ ist dabei der erste Teil.
Den Anfang fand ich sehr gut. Ich kam schnell in die Handlung hinein und war auch sehr neugierig über den weiteren Verlauf. Allerdings kam nicht wirklich Spannung auf. Obwohl das Buch gut und flüssig zu lesen ist, entstand kein richtiges Tempo mit langatmigen und zähen Stellen.
Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Bis auf Sofia fand ich alle durchweg unsympathisch.
Trotz des anschaulichen Schreibstils und der beklemmenden Atmosphäre konnte mich „Krähenmädchen“ nicht überzeugen. Ich werde deswegen die Trilogie um Victoria Bergman, die sich bisher eher wie „Fall 1 für Kommissarin Jeanette Kihlberg“ las, nicht weiterverfolgen.

sterne30S

 

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Sommerlesen.

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Endlich Ferien! Ein stressiges Semester ist rum und ich habe wieder mehr Zeit zum Lesen. Für diesen Sommer habe ich mir wieder ein paar Bücher vorgenommen, auf die ich mich schon besonders freue. Ob ich alles so schaffe, wie ich mir das vorstelle, sei mal dahingestellt – ich muss in den “Ferien” trotzdem lernen.

Der erste Teil meiner Ferienbücher – neben ein paar englischen Exemplaren – besteht deswegen aus: “Die Gottespartitur” (Edgar Rai), “Blutdämmerung” (Rainer Löffler), “Himmelfahrt” (Richard Dübell), “Der Hexer und die Henkerstochter” (Oliver Pötzsch), “Celeste bedeutet Himmelblau” (Brigitte Pons), “Bauernjagd” (Stefan Holtkötter), “Oberwasser” und “Unterholz” (Jörg Maurer), “Der Sommer, als ich schön wurde“, “Ohne dich kein Sommer” und “Der Sommer, der nur uns gehörte” (Jenny Han), “5 Tage im April” (Christoph Marzi), “Sommer in Maine” (J. Courtney Sullivan) und “Wolfsmond” (Stephen King).

Los geht es mit “Sommer in Maine”. “Wolfsmond” bildet den jährlichen King-Abschluss.

Das Glück, wie es hätte sein können

Von Véronique Olmi

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Info zum Buch:
Der Schauplatz ist Paris/ Frankreich.

 

Inhalt:

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Als Suzanne in Serges Haus in Montmartre kommt, um das Klavier seines Sohnes zu stimmen, bemerkt er sie zunächst gar nicht. Hat er nicht alles, wovon ergeträumt hat: Erfolg in seinem Beruf als Immobilienmakler, eine attraktive, viel jüngere Frau, zwei reizende Kinder? Dennoch beginnt er Suzanne zu folgen, sobalder sie zufällig wiedersieht, wartet Stunden im Regen vor ihrem Haus. Was verbindet ihn mit dieser Frau, die weder jung noch schön ist, ein ganz anderes Lebenführt und warum öffnet sie ihm ohne zu zögern dieTür? Bald treffen sich die beiden Liebenden an unmöglichenOrten, in leerstehenden Wohnungen; bald beginnen sie sich Dinge zu erzählen, von denen kein anderer weiß bis Serge ein lange gehütetes Kindheits- geheimnis aufdeckt, das sein Leben änderte. Um eine amour fou und versteckte, verleugnete Wahrheiten geht es in Véronique Olmis neuem Roman, um Musik und die Schlüsselpunkte, an denen ein Leben urplötzlich aus dem Takt gerät und der nächste Schritt, der richtige Ton über alles entscheidet.

 

Meine Meinung:

Suzanne ist von Beruf Klavierstimmerin. Als sie Serge zum ersten Mal begegnet, bemerkt er sie gar nicht. Dieser hat ein scheinbar perfektes Leben: vermögend, zwei reizende Kinder, erfolgreich und eine viel jüngere Frau. Doch als er Suzanne zum ersten Mal wahrnimmt, fühlt er sich zu ihr hingezogen und beginnt ihr zu folgen. Suzanne ist das genaue Gegenteil seiner jungen, attraktiven Frau, dennoch fasziniert sie ihn auf eine Weise, die er sich selbst nicht erklären kann.
Die beiden werden zu Liebenden und Serge öffnet sich ihr gegenüber wie er es noch nie in seinem ganzen Leben getan hat.
Von Véronique Olmi habe ich bisher noch nichts gelesen, aber schon auf den ersten Seiten von „Das Glück, wie es hätte sein können“ überzeugt und begeistert sie mich. Mit nur wenigen Worten hat sie es geschafft mich in die Geschichte zu ziehen und eine Atmosphäre zu erschaffen, die so typisch französisch und Paris ist wie sämtliche Filme und Bücher über diese wunderschöne Stadt.
Man lernt Serge und Suzanne kennen, wobei Suzanne eher ein Mysterium bleibt und trotz der Einblicke in das Leben der beide, besteht eine gewisse Distanz zu ihnen.
Olmis Sprache ist sehr anschaulich und ansprechend, die Atmosphäre dicht und der jeweiligen Erzählsituation angepasst.
Es ist ein ruhiges Buch mit einem tiefen Sog, das mich faszinieren und begeistern konnte. Ein Buch, das mit wenig auskommt und lange nachhallt. Olmi ist für mich jetzt schon meine Leseentdeckung des Jahres.

sterne50S

 

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Zertrennlich

Von Saskia Sarginson

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Info zum Buch:
Der Schauplatz ist Suffolk/ Großbritannien.

 

Inhalt:

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Eine bewegende und fesselnde Reise zu den dunklen Geheimnissen einer Kindheit, die aus einem unzertrennlichen Ganzen zwei Schwestern machte, die einander wie Fremde erscheinen. Ein flirrender Sommer an Englands Ostküste. Die Zwillingsschwestern Viola und Isolte sind durch duftende Kiefernwälder gestreift, haben auf nebelüberfluteten Lichtungen längst vergessene Sagengestalten beschworen und den scharfen, salzigen Wind des Meeres geatmet. Doch nun, fünfzehn Jahre später, scheinen die beiden nichts mehr gemein zu haben. Während Isolte sich mit verzweifelter Lebensfreude der Welt entgegenwirft, hungert Viola sich in den sicheren Tod. Während eine der Schwestern sich verbissen an ihre Ziele und Pläne klammert, wünscht die andere nichts sehnlicher, als sich aufzulösen und ihrer Vergangenheit zu entkommen. Welcher unaussprechliche Schrecken ist geschehen in jenem Sommer, als alles möglich schien und der das Erwachsenwerden zweier Zwillingsschwestern so unerbittlich bestimmt?

 

Meine Meinung:

Viola und Isolte sind Zwillinge. Sie wachsen an der Ostküste Englands auf. Ihre Kindheit ist zunächst unbeschwert, bis zu dem Tag, an dem sich alles für immer ändert. Von da an entfernen sich die beiden immer weiter voneinander. Isolte stürzt sich als Moderedakteurin ins Leben, während sich Viola fast zu Tode hungert. Was geschah in der Vergangenheit, das die Schwestern so geprägt und traumatisiert hat?
Saskia Sarginson erzählt in „Zertrennlich“ die Geschichte zweier Schwestern, die trotz optischer Ähnlichkeit kaum Gemeinsamkeiten haben.
Anfänglich hatte ich große Probleme mit diesem Buch. Es wirkt so distanziert und unnahbar, dass ich erst ab Seite 200 einen richtigen Zugang zur Geschichte fand. Dieses Buch ist schwer in Worte zu fassen. Nachdem es zuerst sehr ruhig vor sich hinplätschert, entwickelt es vor allem im letzten Drittel einen unglaublich tiefen Sog, der mich mitriss und sehr naheging.
Die Personen waren für mich – bis auf Viola – eher unnahbar, aber dennoch gefiel mir der Einblick in ihr Leben.
Das Ende war okay. Ich hatte zwar etwas anderes erwartet, aber ich fand es gut.
Sarginsons Idee und Schreibstil haben mir sehr zugesagt, genau wie die Atmosphäre des Buches. Dennoch hat mir etwas gefehlt.

sterne45S

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Leseliste Juni 2014

Gelesen

  1. Kathy Reichs – Durch Mark und Bein sterne50S
  2. Kathy Reichs – Knochenlese sterne45S
  3. Kathy Reichs – Mit Haut und Haar sterne40S

 

Neuzugänge

 

Fazit

Etwas spät, aber nun hier meine Juni-Liste. Viel war es nicht, aber dafür gut. Ich habe jetzt alle Kathy Reichs-Bücher von meinem SUB durch und warte schon auf die weiteren Neuauflagen.

Im Juli werde ich nun auch endlich wieder Zeit zum Lesen haben :)

Leseliste Mai 2014

Gelesen

  1. Mary Simses – Der Sommer der Blaubeeren sterne30S
  2. Davild Gilbert – Was aus uns wird sterne40S
  3. Rita Falk – Winterkartoffelknödel sterne50S
  4. Rita Falk – Dampfnudelblues sterne50S
  5. Rita Falk – Schweinskopf al dente sterne50S
  6. Rita Falk – Grießnockerlaffäre sterne50S
  7. Friederike Schmöe – Januskopf sterne40S

 

Neuzugänge

 

Fazit

Nach einem schleppenden Anfang wurde der Monat dann mit Eberhofer besser. Ich habe nicht nur eine tolle neue Krimireihe entdeckt, ich habe auch meine Leselust zurückgewonnen. Gekauft wurden auch nur 2 Bücher, eines davon ist dann auch schon gelesen. Ich habe dann 7 Bücher mit insgesamt 2.322 Seiten gelesen. Ein richtig guter Monat, auch qualitativ!

Ich hoffe, dass der Juni mindestens genau so gut wird. Ich habe zwar sehr viel für die Uni zu tun, aber da ich aktuell wieder Bones anschaue, lese ich wieder meine geliebten Temperance Brennan Krimis :)

Fazit

Mit Franz Eberhofer gegen die Leseflaute!

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In letzter Zeit war bei mir absolut der Wurm drin was Bücher und das Lesen im Allgemeinen betrifft. Ich konnte mich nicht wirklich auf ein Buch einlassen oder mich konzentrieren und habe mich mehr schlecht als recht durch die jeweiligen Bücher gequält. Mitte Mai hatte ich nun erst zwei Bücher durch und mir war klar, dass das so nicht weitergehen kann.

Ich habe dann einfach zu “Winterkartoffelknödel” gegriffen, das schon sehr lange auf meinem SUB liegt. Irgendwie hatte ich nie die Muse dazu endlich die Krimireihe mit Franz Eberhofer zu starten und hätte es wohl noch länger unbeachtet lassen, wenn ich nicht im Dezember die Verfilmung zu “Dampfnudelblues” gesehen hätte. Was liebe ich diesen Film! Mittlerweile habe ich ihn viermal gesehen und werde ihn mir auch noch öfters reinziehen. Dazu dann aber in einem anderen Artikel mehr.

Nachdem ich “Dampfnudelblues” zum ersten Mal gesehen hatte, wusste ich, dass ich diese Reihe lesen werde und habe mir dann sofort die Buchvorlage und den dritten Fall von Eberhofer, “Schweinskopf al dente“, bestellt. Dennoch bin ich immer noch nicht zum Lesen gekommen, da ich mich dann mit Klausuren, einer Hausarbeit und Rezensionsexemplaren beschäftigen musste.

Jetzt aber, 5 Monate später, war es dann soweit. Ich hatte keine Lust mehr auf irgendein Buch und ich wusste, wenn ich jetzt nicht das passende “Hilfsmittel” finde, werde ich bis August gar nicht mehr großartig lesen. Ich habe dann einfach mit “Winterkartoffelknödel” begonnen, denn zu verlieren hatte ich ja nichts. Zudem hat es gerade einmal etwas über 200 Seiten und würde keinen großen Schaden verursachen.

Nun, was soll ich sagen? Während ich das hier schreibe, habe ich Buch 3 beendet und fange Fall 4, “Grießnockerlaffäre“, an, den ich mir gestern gleich gekauft habe. Eine Woche habe ich für die Bücher gebraucht und würde am liebsten noch die restlichen Bücher lesen. Ich habe endlich wieder Freude am Lesen und kann es kaum erwarten, weitere Bücher zu verschlingen.

Ob meine Leseflaute vorbei ist? Ja, was das Lesen von bestimmten Büchern betrifft. So weiß ich nicht, ob beim falschen Buch eventuell wieder ein solcher Durchhänger auftritt, aber für’s Erste bin ich wieder unter den Lesenden.

Wie’s weiter geht? Ich werde jetzt erst einmal in diesem Genre bleiben, habe ich doch noch ein paar nette (Provinz-)Krimis ungelesen hier liegen. Und danach werde ich wieder verstärkt nach dem Prinzip “Was möchte ich jetzt sofort lesen?” vorgehen.

Was aus uns wird

Von David Gilbert

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Info zum Buch:
Der Schauplatz ist New York City/ USA.

 

Inhalt:

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Es gibt sie immer mal wieder, diese Romane, die jede Generation aufs Neue elektrisieren, die für viele Leser zu Lebensbüchern werden. “Der Fänger im Roggen” zum Beispiel. In Gilberts neuen Roman gibt es neben Salingers Meisterwerk ein weiteres solches Buch, das Weltruhm erlangt hat: “Ampersand”. Sein Autor, A.N. Dyer, hat diesen Ruhm aber längst überlebt, er ist alt geworden, leidet unter allerlei Gebrechen, er weiß, dass er seine Kreativität verloren hat. Als sein bester Freund stirbt, lädt er seine drei Söhne zu sich ein, um ihnen ein Geheimnis anzuvertrauen – eine Enthüllung, die nicht alle überleben werden. David Gilbert entwirft ein hinreißendes Panorama der edlen und eitlen Literaturwelt New Yorks, er erzählt von dem hohen Preis künstlerischer Kreativität und davon, wie sich Väter und Söhne die Luft zum Atmen nehmen. “Was aus uns wird” ist gnadenlos klug, oft hochkomisch und immer berührend, es ist ein Roman von großer erzählerischer Wucht.

 

Meine Meinung:

David Gilbert hat mit „Was aus uns wird“ ein beeindruckendes Buch geschrieben, das Tiefe besitzt, aber durchaus kleine Schwächen hat.
Über 600 Seiten umfasst das Werk und bis die Handlung richtig ins Rollen kommt, vergeht fast die Hälfte des Buches. Das war mir dann auch etwas zu langatmig. Ein Drittel wäre noch okay gewesen, aber fast 300 Seiten ohne nennenswertes Tempo waren dann doch zu viel.
Erzählt wird aus Philips Sicht, Sohn des verstorbenen Charles Topping, der aber gleichzeitig als allwissender Erzähler fungiert.
Neben Philip lernt man dann noch Dyers Söhne Richard, Jamie und Andy kennen. Richtig warm bin ich aber mit keinem der Personen geworden, zu distanziert waren sie für mich. Dennoch war vor allem Philip ein interessanter Charakter und die Erzählung aus seiner Sicht sehr gelungen.
Gilberts Schreibstil hat mir trotz der stellenweise Langatmigkeit gut gefallen. Teilweise brillierte er mit einem köstlichen Humor und er zeigt, dass er mit Worten sehr gut umgehen kann und sie zielgerecht einzusetzen vermag.
„Was aus uns wird“ ist aber kein Buch, dass man mal eben so weglesen kann. Es erfordert Konzentration und auch Durchhaltevermögen. Am Schluss wird man aber für seine Willenskraft belohnt.
Man bekommt aber einen guten Eindruck von der New Yorker Literaturszene, wobei Gilbert hier nicht immer ernst bleibt und maches auf die Schippe nimmt. Neben dem fiktiven “Ampersand” spielt vor allem Salingers Meisterwerk “Der Fänger im Roggen” immer wieder eine zentrale Rolle und ich habe nun große Lust, dieses Meisterwerk endlich zu lesen.
Die Vielschichtigkeit lässt das Buch zusätzlich zu einem beeindruckenden und nachhaltigen Leseerlebnis werden und David Gilbert werde ich im Auge behalten!

sterne40S

 

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Der Sommer der Blaubeeren

Von Mary Simses

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Info zum Buch:
Der Hauptschauplatz ist Beacon, ein kleiner Küstenort in Maine/ USA.

 

Inhalt:

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Ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Ein Weg in die Zukunft…

Kurz vor ihrer Hochzeit fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den abgelegenen Küstenort Beacon, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie soll einen Brief überbringen und hofft, die Angelegenheit schnell erledigen zu können. Doch schon bald ahnt sie, dass sich dahinter viel mehr verbirgt. Denn inmitten von Blaubeerfeldern wartet eine alte Geschichte von Liebe und verlorenen Träumen auf Ellen – die ihr zeigen wird, dass man manchmal all seine Pläne über den Haufen werfen muss, um das wahre Glück zu finden …

 

Meine Meinung:

Nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den abgelegenen Küstenort Beacon, um dort den letzten Wunsch ihrer Oma zu erfüllen und einen Brief zu überbringen.
Dort angekommen trifft Ellen auf Roy mit dem zusammen sie in die Vergangenheit ihrer Großmutter eintaucht und ein Geheimnis entdeckt, das ihr ein vollkommen neues Bild von ihr liefert.
Bücher wie „Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses fallen normalerweise nicht unter mein bevorzugtes Genre, aber der Klappentext hat mich angesprochen, deswegen lese ich dann auch gerne ab und an ein solches Buch.
Der Anfang war auch recht gut. Simses hat einen angenehmen Schreibstil und das Buch liest sich flüssig. Die Idee an sich fand ich auch gut und die Atmosphäre ist schön sommerlich.
Allerdings hatte ich große Probleme mit den Figuren. Mir ist klar, dass in diesem „Romantik/Frauenroman-Genre“ die (weiblichen) Charaktere gerne etwas überspitzt dargestellt werden, allerdings wurde es hier ab einem gewissen Punkt zu viel. Ellen hat nichts von der souveränen Anwältin, die sie dem Leser gerne glauben machen will. Im Gegenteil, sie versucht ständig allen zu gefallen, macht sich mehr Gedanken über ihre Wirkung auf Andere als selbst zu wissen, was gut für sie ist und führt sich stellenweise wie ein pubertierender Teenager auf.
Ich hätte das noch einigermaßen verkraften können, wenn dann nicht noch ihr Verlobter – der gottgleiche Hayden Croft – aufgetaucht wäre. Der schießt ja wirklich den Vogel ab. Seine selbstgefällige und nervtötende Art ist natürlich nicht ohne Grund, aber eine Nummer kleiner wäre schon erträglicher gewesen. Deswegen war das letzte Drittel des Buches für mich auch am anstrengendsten.
Zudem beginnt das Buch dann auch sehr gut und vielversprechend, allerdings ist die Handlung sehr vorhersehbar, teils arg konstruiert und enthält keine großen Überraschungen oder wirklichen Highlights.
Das Buch ist ein nettes Sommerbuch für zwischendurch, mehr aber leider nicht.

sterne30S

 

Vielen Dank für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars:
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Ganz besonders habe ich mich auch über den dazugehörigen Trinkbecher gefreut. Vielen Dank!

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